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Leseanimation, Literaturvermittlung,
literale Förderung

Gemeinsam in Geschichten eintauchen. - Mit allen Sinnen Bilderwelten entdecken. - Neues erfahren und vertiefen. - Leselust wecken. - Hörerlebnisse schaffen, zuhören, gehört werden. - Geschichten nachspielen und erzählen. - Eigene Geschichten erfinden. - Literaturvermittlung von Anfang an: Buchstart. - Und irgendwann – selber lesen.

Bibliofit mit der Bücher- oder der Lesemaus

Bibliofit mit der Büchermaus:
Bibliofit mit der Lesemaus:

Ideen und Materialien zur Literaturvermittlung für Vorschul- und Unterstufenkinder von Susi Fux. Im Auftrag des Didaktischen Zentrums Freiburg im Rahmen der Leseförderung und Bibliothekspädagogik

Bibliofit mit der Büchermaus:
Die Büchermaus lädt die Kinder aus dem Kindergarten in die Bibliothek ein und zeigt ihnen, wie toll es ist, Bücherforscherin zu sein. Dazu gibt es zu 10 Bilderbüchern eine Werkstatt mit vielen praktischen Anregungen.
Bibliofit mit der Lesemaus:
In der 1./2. Klasse lernt die Büchermaus lesen und wird zur Lesemaus. Sie zeigt den Kindern, wie faszinierend eine Bibliothek für junge LeserInnen sein kann. Neun Bücher und Werkstätte unterstützen die Lesemaus.
Die Unterlagen können im DZ Freiburg www.phfr.ch/mi/dokumentationszentrum ausgeliehen werden.

Eine Weiterbildung für BibliothekarInnen und Lehrpersonen:
Das Freiburger Projekt zur Leseförderung und der Zusammenarbeit von Schule und Bibliothek wird Ihnen an dieser Fortbildung vorgestellt.

Leseförderung im Klassenzimmer
Die Bücher- bzw. Lesemaus kommt auf Besuch in die Klassen und macht mit dem von Ihnen ausgewählten Buch die Einführung in das Projekt.

Buchstart

Buchstart möchte allen Kindern die Chance geben, von Anfang an mit Büchern aufzuwachsen und eine lebenslange Liebe zu Büchern zu entwickeln.

Buchstart Vers und Reim

Für Eltern, Grosseltern... und Kleinkinder bis zu zwei Jahren. Kinderreime und Lieder werden als Krabbelmärchen, als Finger- und Wortspiele aufgesagt, ausprobiert und gesungen. Ungezwungen und ganz auf die Bedürfnisse der jüngsten BibliotheksbesucherInnen abgestimmt, werden alte Verse aufgefrischt und Neue entdeckt. Dazu wartet eine grosse Auswahl an Pappbilderbüchern darauf, angeschaut und ausgeliehen zu werden.

Buchstart Geschichtenzeit

Gemeinsam tauchen wir in Bilderbuchwelten ein. Die Kinder entdecken die Bilder und Figuren, beschreiben die Szenen und zusammen erzählen wir die Geschichte.

NEU

Die fabelhafte Reise des Gaspard Amundsen

Laura Fuchs & Martin Gülich, Thienemann Verlag 2016

Die fabelhafte Reise des Gaspard Amundsen
von Laura Fuchs & Martin Gülich, Thienemann Verlag 2016, ISBN 978 3 522 45824 5

 

Die Geschichte

Gaspard Amundsen ist ein Grossstadtkrokodil. Er ist zwar noch nicht steinalt, aber mit seinen 107 Jahren auch nicht mehr jung. Es zwickt und zwackt ihn immer wieder mal, aber mit einer frischen Tasse Brennnesseltee, geht das schnell vorbei. Am liebsten sitzt er in seiner gemütlichen Stube, trinkt Tee und liest dazu. Eines Tages aber, schmeckt der Tee bitter und Gaspard Amundsen beschliesst eine Reise zu machen und all die Orte und Dinge, über die er gelesen hat, zu besuchen. In 14 Koffern und einem Rucksack packt er nur das Nötigste ein. Doch eine freche Waschbärenbande klaut dem weltfremden Krokodil sein ganzes Gepäck. Ihm bleibt nur noch sein Rucksack. Soll er die Reise abbrechen, bevor sie begonnen hat? Nein findet er und steigt in den Zug und die abenteuerliche Reise beginnt. Als er die schwatzhaften Enten von einem Kunstflieger erzählen hört, weiss Gaspard wohin er will, zu dem Maulwurf, der fliegt wie kein anderer. Auf seiner Reise hebt er ab in die Lüfte, taucht tief ins Meer und durchwandert nordische Wälder. Er trifft spannende Tiere, die ihm neue Welten öffnen. Ganz erfüllt von seinen Erfahrungen kehrt er heim und seine Nachbarn staunen über die Veränderungen.

Vorbereitung

Gaspard Amundsen hat einen berühmten Namensvetter, Roald Amundsen. einen norwegischen Polarforscher, der 1911 als erster Mensch am Südpol war. Das brachte mich auf die Idee, dass Gaspard ein Buch führt, in das er Bilder und Ausschnitte von bekannten und berühmten Menschen klebt, sein Erinnerungsbuch. Dieses Buch zusammenzustellen ist etwas aufwändig, es lohnt sich aber sehr! Man kann es immer wieder auch mit andern Bilderbüchern kombinieren.

Zu den Unterwasserbilder habe ich auf https://www.youtube.com/watch?v=CfOAn5iApPA oder https://www.youtube.com/watch?v=savCAd6RyPI Walgesänge gefunden.

Zum Sternenhimmelbild habe ich vier Sternbilder zusammengestellt, (siehe pdf).

Weiter habe ich Tattoofolie mit Gaspard vorbereitet,  und Klebeetiketten mit Buchtitel gedruckt und auf Postanhänger geklebt.

 

Umsetzung:

Vorbereitung in der Bibliothek:

Verschiedene Bücher von Entdeckern, Erfinder, Künstler und Forscher bereitlegen.

Brennnesseltee aufbrühen.

 

Eintreffen:

Die Besucher dürfen die bereitgelegten Bücher oder andere anschauen.

 

Einstieg:

Sobald die Besucherinnen und Besucher das Drehörgeli hören, wissen sie, dass wir anfangen wollen. Bücher werden weggelegt und es wird ruhig. Nun kommt das Begrüssungsritual. Bei mir ist es die Büchermaus, die mit dem Vers „Im ne Bi-Ba-Büecherhus, wohnt e Bi-Ba-Büechermus, tog, tog, tog und di da dei, Büechermus bisch du dehei?“ aus dem Buch gelockt wird. Die Maus begrüsst alle, erklärt kurz, dass sie Bücherforscherin ist und dass wir heute jemanden besuchen, der auch Bücher liebt. Aber eigentlich fürchtet sie sich etwas vor ihm. Können die Kinder erraten wer oder was das ist. Bei den Aufzählungen erklärt sie, nein grösser oder kleiner, oder flacher… Ja wir besuchen ein Krokodil, Gaspard Amundsen, ein Grossstadtkrokodil. Wir schauen uns das Bild, Gaspard in seiner Stube, ganz genau an. Die Kinder dürfen erzählen was sie sehen. Nun hole ich das Erinnerungsbuch hervor und zeige den Eintrag vom Polarforscher und Namensvetter. Was für Einträge sind wohl noch darin, frage ich die Kinder. Was im Erinnerungsbuch steht, schauen wir uns an. Wir schauen uns auch noch einiges an, was zu der Geschichte besonders gut passt, alte und neue Flugpioniere, Unterwasserforscher, Astronauten, Autorinnen und Autoren. Spielerisch erfahren die Kinder so viel Weltwissen.

Nach diesen Gesprächen ist die Büchermaus und ich durstig und wir wollen auch mal Brennnesseltee versuchen. Alle die wollen dürfen probieren. Er schmeckt uns trotz Zucker nicht.

Bilderbuchbetrachtung, dialogisches Lesen:

Auch Gaspard fand seinen Tee plötzlich bitter und er wollte die Welt nicht mehr nur in den Büchern entdecken, sondern selber hinausgehen und sie sich anschauen.

Was hat Gaspard wohl alles in seine 14 Koffer eingepackt? Was machen die Waschbären damit? Zusammen entdecken wir die Geschichte bis Gaspard ins Boot steigt. Da horchen wir nun dem Walgesang zu und schauen uns die wunderschönen Unterwasserbilder an. Waren die Kinder auch schon am Meer, sie dürfen von ihren Erfahrungen erzählen. Dann geht Gaspard die Luft aus und ich erzähle weiter. Wenn der Wolf, der Bär und das Krokodil die Sterne betrachten, zeige ich ein Sternbild mit dem gelochten Sternenpapier und einer Taschenlampe. Kennen die Kinder andere Sternbilder? Haben sie auch schon ein Polarlicht gesehen? Gaspar hat nun schon so viel erlebt, dass er heim möchte. Wir schauen uns das Buch bis zum Ende an.

Ausklang:

Auf dem Vorsatzpapier wiederholen wir nochmal, was er erlebt hat und wo und wie er gereist ist.

Was macht Gaspard Amundsen wohl in den nächsten Tagen? Vielleicht schreibt es seine Reise auf, oder er plant eine neue, oder…?

Ich möchte auch ein wenig Amundsenblut, deshalb habe ich mir ein Tattoo aufgeklebt. Vielleicht erlebe ich jetzt auch so spannende Abenteuer.

Schlussritual:

Die Büchermaus verabschiedet sich. Sie möchte in ihrem Buch in Ruhen noch über das Erlebte nachdenken.

Anschlussaktivität:

Gaspard Amundsen Tattoo aufkleben.

Ein Bild zur Geschichte auf die Rückseite des Postanhängers zeichnen.

Das Sternbildpapier lochen und bemalen.

Eigenes Forscherbuch beginnen.

 

Gesucht! Henri, der Bücherdieb

Emily MacKenzie Lingen Verlag 2015

Eine Bilderbuchanimation für Kindergartenkinder in einer Bibliothek

Die Geschichte

Normalerweise interessieren sich Hasen vor allem für Salat und Karotten. Nicht so Henri. Er liebt Bücher. Am liebsten liest er den ganzen Tag. Wenn er nicht liest, dann macht er sich Listen von den Büchern die er schon gelesen hat, von Büchern die er noch lesen will und von Büchern die er Mama oder Papa empfehlen möchte. Damit er nicht vergisst wie toll ein Buch war, bewertet er sie mit Möhren. Drei Möhren heisst spitzen mässig, zwei bedeutet sehr gut, eine zeigt ein gutes Buch. Im Moment liest er „Das doppelte Karottchen“ und eines seiner Lieblingsbücher ist „Harry Hopper und die Möhre der Weisen“. Henri liebt Bücher so sehr, dass er immer mehr haben möchte. Aber woher nehmen, wenn nicht… So beginnt sein nächtliches Leben als Bücherräuber. Artur ein Junge, der Bücher genau so liebt, ärgert sich zuerst über den Bücherräuber, dann will er ihn fangen, erwischt ihn aber nicht. Doch am Schluss werden sie Freunde und Artur zeigt Henri wo man/hase Bücher in Hülle und Fülle finden und ausleihen kann.

Die Umsetzung

Vorbereitungen in der Bibliothek

In den Regalen Platz machen und Rüebli, Äpfel, Schneckenhäuser, Buchzeichen, Augenbinde, Hasenspuren und Kötel (Blähbetonkugeln) auslegen. Unter einem Bücherberg das Henri-Buch verstecken.

Einstieg

Ritual Büchermaus. Nachdem die Büchermaus aus ihrem Bücherhaus gekommen ist, beklagt sie sich, dass etwas in der Bibliothek nicht stimmt. Wir sollen ihr doch helfen herauszufinden was los ist. Sie verteilt:

Lupen, um verdächtige Spuren zu finden.

Gummihandschuhe und Plastiktüten, um Gefundenes sorgfältig zu sichern.

Papier und Bleistifte um sich Notizen zu machen.


Ausgerüstet wie Detektive machen wir uns auf die Suche. Alle Fundstücke bringen wir in den Kreis. Da schauen wir uns alles genau an und beratschlagen, von wem das sein könnte. Um die Spuren zu lesen, schlagen wir in Tiersachbüchern nach. Passen Rüebli und Äpfel zu einem Hasen? Passen Schneckenhäuser dazu? Und was sind das für braune Kügelchen? Und warum hat es überall die Buchzeichen „Ich liebe Bücher“? Vielleich finden die Kinder auch noch Dinge, die sonst noch so in der Bibliothek herumliegen. Nach einer ausführlichen Diskussion kommt der Maus in den Sinn, dass sie doch noch einen Steckbrief zwischen den Seiter ihres Bücherhauses hat. Den schauen wir uns an und dann finden wir das passende Buch bei den anderen Bilderbüchern.

Bilderbuchbetrachtung, dialogisches Lesen

Die Kinder dürfen viel selber entdecken und erzählen.

Wovon träumen die Hasenkinder?

Frage bei Henris Bücherlisten, welche Bücher erkennt ihr, wie heissen die bei uns? Wie viele Karotten würdet ihr dafür geben. Eine Liste mit den Lieblingsbüchern der Kinder beginnen und auch bewerten.

Was plant Henri?

Was entdeckt Artur?

Wer könnte Artur helfen, nachdem die Mutter und die Lehrerin ihm nicht glauben?

Wie findet man heraus, wer der Bücherdieb ist und wer ein „normaler“ Hase?

Artur hat Mitleid mit dem Hasen der Bücher genau so liebt wie er und will ihm die Bibliothek zeigen. Was aber geschieht mit den geklauten Büchern? Mit den Kindern nach Lösungen suchen, da im Bilderbuch nicht mehr darüber gesprochen wird.

Anschlussaktivität

Hasen basteln.

Hand auf ein festes Papier zeichnen und ausschneiden. 

Henri zeichnen.

Nicht vergessen den Mittelfinger nach hinten zu falten.

Karotte basteln

Buchzeichen verzieren.

Rüebli und Äpfel essen

Bücherliste ausfüllen

Ins Bücherforscherheft zeichnen und schreiben

Das Herz des Affen

Anja Mikolajetz, Aladin Verlag 2015

Ich habe das Buch schon einmal unter der Rubrik  Werkstatt vorgestellt, dort findet ihr auch den Link zu den Krokodilen. Hier ist nun meine Planung zu diesem besonderen Märchenbuch. Bevor ich das Buch erzähle, reisen wir in die Welt des Affen. Aus dem Koffer hole ich ein blaues Tuch.

Darauf stelle ich die Insel.

Auf der Insel wächst ein Feigenbaum.

Da wohnt der Affe. Und was frisst der Affe den ganzen Tag? Keine Bananen, nur Feigen. Ist das eintönig und langweilig? Vielleicht...

Dem Affen gefällt es, er mag Feigen sehr gerne!

Aber das Krokodil führt etwas im Schilde. Hier hole ich das Buch hervor und die eigentliche Geschichte beginnt.
Im Anschluss dürfen die Kinder einen Affen bemalen.

Wer will darf noch eine Feige probieren.

Der Besuch

Antje Damm, Moritz Verlag 2015

Ein wunderbares Buch!
Wir bereiten uns für den Besuch vor. Jedes Kind darf ein kleines Bild für Elise zeichnen.

Jetzt stelle ich ihnen Frau Elise vor. Sie braucht ein Haus. Wir machen es aus einer Schuhschachtel. Eine Tür, ein Fenster, einen Tisch, und Stühle und was die Kinder sonst noch wünschen entstehen aus dünnem Karton.

Zwei pdf liegen bereit, die Planung und die beiden Figuren Emil und Elise mit ein paar Bilderrahmen.

Und so sehen Einträge im Bücherforscherheft aus.

Auch wir haben Farbe ins Leben der Frau Elise gebracht, in unseres natürlich auch!

Der Wolf der aus dem Buch fiel

von Grégoire Mabire & Thierry Robberecht
Ravensburger 2015

Meine Planung zum Bilderbuch findet ihr hier.
Die Kinder haben der Büchermaus gerne geholfen Lösungen für ihr Wolfsproblem zu finden.
- ein Gefängnis wurde aus drei Büchern gebaut.
- Bücher in die sich der Wolf zurückziehen kann, wurden gefunden.
- Kinder die auf den Wolf aufpassten wollten, gab es viele.
Im Minibook "Geschichten vom Wolf" konnte jedes Kind eine eigene Geschichte erfinden, zeichnen und aufschreiben lassen. Eine kleine Kostprobe seht ihr schon. Ihr könnt die Bilder antippen um sie besser zu sehen.

Auf roten Socken

Ein Backmärchen für Zuckerbäcker ab 4 Jahren

Lilis Lieblingsfarbe ist rot. Heute will sie keine roten Bilder malen, nein heute will sie Kuchen backen.

Teig rühren ist ganz schön anstrengend, zum Glück helfen ihr die Kinder dabei. Nun wird der Teig in die Form gegossen und in den Ofen geschoben. Damit ihr das Warten auf den Kuchen nicht zulange wird, möchte sie sich ihre beiden Lieblingsbücher ansehen. Habt ihr schon erraten welche das sein könnten?

Die beiden Bilderbücher „Rotkäppchen“ von Adolfo Serra, arcari Verlag 2012, und „Le Petit Chaperon rouge“ von Warja Lavater, Maeght Editeur 1965 werden nun genau betrachtet und gemeinsam erzählt. Danach gibt es noch ein Stückchen warmen Kuchen.

 

Anknüpfidee:

Jedes Kind gestaltet sein eigenes Rotkäppchen-Leporello.

Wolf beisst nicht!

Bilderbuch-Veranstaltung für mutige Kinder ab 4 Jahren

Ein Bilderbuch von Emily Gravett, Sauerländer Verlag, 2012

Zur Geschichte

Die drei Schweinchen stellen in einem eindrücklichen Zirkusprogramm ihren Wolf vor. Jedes Schweinchen hat mehrere Zirkusnummern mit ihm einstudiert.

Er kann durch einen Reifen springen. Er kann brav Pfötchen geben. Er kann wunderbar tanzen. Er kann still stehen, wenn Messer um ihn fliegen und er kann noch viel, viel mehr! Nur eines kann der Wolf nicht, beissen! Also mutig eingetreten in die Show! Keiner muss Angst haben, denn dieser Wolf beisst nicht!

Anknüpfidee:
Aus einem Fensterkuvert wird für ein Schweinchen ein Haus gestaltet.

Mehr Informationen unter www.leseanimation.ch Newsletter 10/Mai 2013

Impressum: Gestaltung – CinCin,
Programmierung – WebWaren